Energie, Wohnungs und Immobilienwirtschaft warnt vor Netzentgelt für Solarstromeinspeisung
Ein Bündnis aus zwölf Bundesverbänden aus Energie, Wohnungs und Immobilienwirtschaft sowie Handwerk warnt vor Plänen der Bundesnetzagentur, Betreiber von Solaranlagen künftig mit zusätzlichen Netzgebühren zu belasten. Die Verbände lehnen den sogenannten Prosumer Aufschlag ab und fordern, dass Netzentgelte sich an der tatsächlichen Nutzung des Stromnetzes orientieren.
Nach Angaben der Initiative würde eine solche Regelung die Wirtschaftlichkeit bestehender und neuer Solaranlagen verschlechtern und den Ausbau der Photovoltaik bremsen. Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft kritisierte zudem geplante Einschnitte bei der Solarstromförderung. Wer in eine eigene Solaranlage oder einen Batteriespeicher investiere, dürfe nicht mit zusätzlichen Gebühren belastet werden.
Die Verbände verweisen außerdem auf ein Rechtsgutachten, das die Rechtmäßigkeit der geplanten Zusatzbelastung infrage stellt. Eine alternative Regelung solle sich an der tatsächlich vereinbarten Einspeisekapazität orientieren. Eine Yougov Umfrage unter 2105 Wahlberechtigten zeigt zudem, dass 46 Prozent eine stärkere Kostenbeteiligung ablehnen, während 25 Prozent sie befürworten.
