Ein Jahr Papst Leo: Tradition und Tacheles für den Frieden
| |

Ein Jahr Papst Leo: Tradition und Tacheles für den Frieden

Papst Leo XIV. setzt in seinem Auftreten zunächst auf mehr Tradition als sein Vorgänger Franziskus. Er trägt festlichere Gewänder, wohnt wieder im Apostolischen Palast und zieht sich gelegentlich in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo zurück. Auch inhaltlich ist seine Linie noch nicht in allen Punkten klar, eine Enzyklika hat er bislang nicht veröffentlicht.

In seinen ersten Worten nach der Wahl betonte Leo den Frieden und warb für einen unbewaffneten und entwaffnenden Frieden. Damit blieb er weitgehend auf der Linie Franziskus, der sich immer wieder zu den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen geäußert hatte. Gegenüber den Drohungen von US Präsident Donald Trump gegen den Iran bezog Leo klar Stellung und nannte sie inakzeptabel. Trump reagierte mit persönlichen Angriffen auf den Papst.

Im Unterschied zu Franziskus äußert sich Leo bislang nicht abwertend über Europa. Zugleich zeigt er großes Interesse an Afrika. Für Juni ist ein Besuch in Spanien geplant, später will er unter anderem die Insel Lampedusa besuchen, die als Symbolort für Flucht und Migration gilt.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert