Drei Vorschläge: Ist das Gebäudemodernisierungsgesetz noch zu retten?
Im Bundestag hat die erste Debatte über das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz begonnen. Im Zentrum der Kritik steht, dass die Bundesregierung zwar an der Klimaneutralität bis 2045 festhält, das neue Gesetz dieses Ziel aber deutlich erschweren könnte.
Besonders umstritten ist der Wegfall der Regel, wonach neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Künftig sollen auch Gas und Ölheizungen nach 2045 weiter genutzt werden können. Kritik kommt aus der Erneuerbaren Branche, dem Bundesrat, von Stadtwerken und Verbraucherschützern. Befürchtet werden verfehlte Klimaziele und höhere Kosten für Verbraucher.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft schlägt drei Änderungen vor. Dazu gehören ein standardisierter Vollkostenvergleich vor jeder Heizungsentscheidung, eine verlässliche Finanzierung der Gebäudeförderung über CO₂ Preis und Emissionshandel sowie ein Nachsteuerungsmechanismus für den Fall, dass der Gebäudesektor seine Ziele verfehlt oder zu wenig biogene Brennstoffe verfügbar sind.
