Drei Jahre nach der Kachowka Sprengung: Zwischen Wald und Wassermangel
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Drei Jahre nach der Kachowka Sprengung: Zwischen Wald und Wassermangel

Vor drei Jahren wurde der Kachowka Staudamm in der südlichen Ukraine gesprengt. Nach Recherchen unabhängiger Journalisten geschah das mutmaßlich durch Russland, Moskau gibt bis heute der Ukraine die Schuld. Aus dem früheren Stausee ist inzwischen an vielen Stellen Wald geworden, wie der ukrainische Biologe Oleksij Wasyljuk beschreibt.

Forscher untersuchen die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe. Nach Angaben der Leiterin des Projekts, Natalija Osadtscha, sind die schlimmsten ökologischen Folgen ausgeblieben. Die Flutwelle habe vor allem oberste Schichten der Bodensedimente weggespült, während sich das Wasser nach und nach durch eine begrenzte Stelle aus dem Becken entleerte.

Schwer wiegen weiter die Folgen für die Wasserversorgung. Etwa 1,8 Millionen Menschen hatten zunächst kein Trinkwasser mehr. Besonders in der Region Krywyj Rih komme nur Gebrauchswasser aus der Leitung, Trinkwasser müsse dort weiter gekauft werden.

Auch die Landwirtschaft im Süden der Ukraine leidet unter der Zerstörung des Bewässerungssystems. Zudem sei das Atomkraftwerk bei Saporischschja ohne Kühlung aus dem Stausee nicht betreibbar, die Reaktoren seien derzeit abgeschaltet.

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