Downsyndrom: Bundestag will Anwendung von Pränataltests prüfen
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Downsyndrom: Bundestag will Anwendung von Pränataltests prüfen

Der Bundestag will die Anwendung nichtinvasiver vorgeburtlicher Bluttests genauer beobachten lassen. Mit großer Mehrheit nahm das Parlament einen Antrag einer fraktionsübergreifenden Abgeordnetengruppe an, der von der Bundesregierung ein Monitoring verlangt, um mehr Daten über die Anwendungspraxis zu erhalten.

Die Tests geben anhand einer Blutprobe der Schwangeren Auskunft über mögliche genetische Veränderungen beim ungeborenen Kind, darunter Trisomien 13, 18 und 21. Seit 2022 werden sie unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Kritiker befürchten, dass die Untersuchung häufiger eingesetzt wird, als medizinisch notwendig wäre.

Ein Expertengremium soll nun die rechtlichen, ethischen und gesundheitspolitischen Grundlagen der Kassenzulassung prüfen. Zugleich soll der Zugang zum kassenfinanzierten Bluttest bei einer gerechtfertigten medizinischen Indikation nicht erschwert werden. Ergebnisse des Monitorings sollen spätestens bis Ende Juni 2027 vorliegen.

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