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Protest und offene Fragen nach Urteil im Fall Daphne Galizia

Nach dem Freispruch von Yorgen Fenech im Fall Daphne Caruana Galizia hat es vor dem Gerichtsgebäude in Valletta Proteste gegeben. Der maltesische Geschäftsmann verließ das Gebäude unter dem Schutz von Sicherheitskräften, während ihn Wartende beschimpften. Für die Familie der ermordeten Journalistin ist das Urteil ein Schock.

Fast neun Jahre nach dem Mord bleibt offen, wer den Anschlag in Auftrag gegeben hat. Die Männer, die die Bombe beschafften, unter dem Fahrersitz platzierten und aus der Ferne zündeten, sind bereits verurteilt. Fenech galt lange als Schlüsselfigur der Ermittlungen, am Ende folgten acht der neun Geschworenen jedoch nicht der Anklage.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich vor allem auf die Aussage eines Mittelsmanns gestützt. Die Verteidigung stellte dessen Glaubwürdigkeit infrage und verwies auch auf mögliche Spuren in Richtung des damaligen Stabschefs von Premier Joseph Muscat. Nach dem Urteil bleiben zudem Fragen nach möglichen institutionellen Versäumnissen und nach weiteren Ermittlungen offen.

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