Deutschland vor Rentenreform: Merz will zügig handeln
Bundeskanzler Friedrich Merz, Arbeitsministerin Bärbel Bas und Experten der Renten Kommission haben in Berlin Vorschläge für eine Reform der Altersversorgung entgegengenommen. Die 13 Mitglieder des Gremiums legten 33 Empfehlungen vor, die die Bundesregierung nach dem Willen von Merz und Bas möglichst zügig und ohne größere Änderungen umsetzen soll.
Zu den Plänen gehört eine Kapital Komponente, bei der bis zu zwei Prozent des Bruttolohns in einen staatlichen Fonds fließen sollen. Außerdem soll der Renteneintritt schrittweise bis zum Jahr 2090 auf 70 Jahre steigen. Vorgesehen ist auch, die Rente mit 63 für langjährig Versicherte abzuschaffen.
Der Reformdruck ist hoch, weil die Rentenkasse stark belastet ist. In diesem Jahr muss der Bund fast 128 Milliarden Euro zuschießen. Ursache sind die alternde Gesellschaft, sinkende Geburtenzahlen, eine steigende Lebenserwartung und der Übergang der Babyboomer in den Ruhestand. Kritik an einzelnen Punkten kam bereits von Gewerkschaften und Sozialverbänden.
