Deutsche Wirtschaft verstärkt im Fokus fremder Geheimdienste
Die deutsche Wirtschaft gerät nach Einschätzung des IT Branchenverbands Bitkom immer stärker ins Visier fremder Geheimdienste. Die jährlich veröffentlichte Wirtschaftsschutzstudie beziffert den Schaden durch Cyberangriffe, Spionage und Sabotage auf mindestens 211 Milliarden Euro. Grundlage sind die Antworten von rund 1000 befragten Führungskräften aus dem Zeitraum von Mitte April bis Anfang Juni. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 289 Milliarden Euro.
Besonders auffällig ist aus Bitkom Sicht der Anstieg staatlicher Angreifer. Der Anteil der Unternehmen, die ausländische Geheimdienste als Täter identifizierten, stieg von 28 auf 37 Prozent. China wird dabei mit 52 Prozent der Angriffe genannt, Russland mit 49 Prozent. Auch der Iran spielt eine wachsende Rolle, dort hat sich das Angriffsvolumen auf neun Prozent mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig bleiben organisierte Kriminelle die häufigsten Täter oder Tatverdächtigen. Bitkom Präsident Ralf Wintergerst warnt zudem vor dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Angriffen. Der Verfassungsschutz sieht besonders Rüstungsunternehmen und die Drohnen Forschung im Fokus.
