Deloitte Studie: Kreislaufwirtschaft gewinnt strategische Bedeutung für Unternehmen
Geopolitische Spannungen setzen die Wertschöpfungsketten deutscher Unternehmen nach einer aktuellen Befragung von Deloitte zunehmend unter Druck. Rund 61 Prozent der befragten privatwirtschaftlichen Entscheidungsträger mit Produktverantwortung bewerten die Auswirkungen geopolitischer Risiken auf ihre Wertschöpfungskette als stark oder sehr stark.
Besonders betroffen sind Produktion, Logistik und die Versorgung mit Rohstoffen. Genannt werden unter anderem Importabhängigkeiten, unsichere Energiebedingungen, Handelsbeschränkungen und instabile Lieferbeziehungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Kreislaufwirtschaft an strategischer Bedeutung.
Knapp 50 Prozent sehen sie als zentrale oder ergänzende Chance, um die Resilienz ihrer Wertschöpfungsketten zu stärken. Weitere rund 18 Prozent betrachten sie als langfristige Option. Zugleich zeigt sich eine deutliche Umsetzungslücke: Nur rund zehn Prozent haben bereits umfassende Maßnahmen eingeführt, während knapp ein Drittel bislang keine konkreten Schritte geplant hat. Als wichtige Hebel gelten Rücknahme und Recycling, regionale Wertschöpfung, Sekundärrohstoffe sowie ein angepasstes Produktdesign.
