Erster Klimaturm geht in Bremen in Betrieb
|

Erster Klimaturm geht in Bremen in Betrieb

In Bremen ist der erste Klimaturm in Betrieb gegangen. Die Anlage auf der Überseeinsel nutzt eine Großwärmepumpe mit Luft als Quelle und erreicht im Jahresmittel aus einer Kilowattstunde Strom drei Kilowattstunden Wärme. Die Wärme wird in einem Schichtspeicher zwischengelagert und bei Bedarf ins Nahwärmenetz eingespeist.

Der Turm liefert eine Wärmeleistung von 500 Kilowatt und ist nach Angaben der Betreiber flüsterleise. Möglich wird das durch eine Einhausung aus dickem Beton und eine Lagerung der Wärmepumpe auf Füßen, die Schwingungen und tiefen Schall dämpfen. Das Konzept soll sich für die Versorgung vieler Wohnungen eignen, ohne lange Leitungen durch ganze Städte verlegen zu müssen.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sieht darin eine wirtschaftliche und soziale Möglichkeit für die Wärmewende. Der Klimaturm könne kleinere Quartiere mit Umweltwärme versorgen und 50 bis 300 Haushalte oder perspektivisch mehr mit einem Nahwärmekonzept beliefern.

Der Hersteller Towergy will die Anlage in Bremerhaven in Serienfertigung bringen. Geplant sind zunächst bis zu 50 Türme im Jahr, später bei entsprechender Nachfrage bis zu 100. Zusätzlich sind ein Contracting Modell und Kooperationen mit Energiegenossenschaften vorgesehen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert