China: Zensur nach Sturzflut von Amts wegen
Nach der Sturzflut im Himalaya geht die chinesische Seite neben der Katastrophenhilfe auch gegen audiovisuelle Inhalte über das Unglück und seine Folgen vor. Behörden und Parteifunktionäre setzen dabei auf gezielte Zensur und verbreiten zugleich offizielle Inhalte, um unerwünschte Videos und Bilder zu überdecken.
Besonders betroffen sind Aufnahmen aus Gyirong, wo Überwachungskameras und Anwohner den Einsturz des Grenzübergangs “Tor zu China” festhielten. Beiträge über die Zerstörung wurden schnell aus dem Netz entfernt, das Video kann nach Angaben der Beobachtungsstelle China Digital Times nicht einmal privat geteilt werden. Statt einer pauschalen Sperre nutzen chinesische Plattformen nach diesem Muster Bilderkennung, Video Fingerprinting und maschinelles Lernen.
Auf Plattformen wie Xiaohongshu und Weibo dominieren anschließend vor allem Inhalte staatlicher Medien. Dort stehen offizielle Berichte, wissenschaftliche Erklärungen und Auftritte von Spitzenpolitikern im Vordergrund, während unabhängige Berichte und spontane Diskussionen überlagert werden.
