Bud Spencer prägte die Filmgeschichte als internationaler Star
Zehn Jahre nach dem Tod von Bud Spencer, bürgerlich Carlo Pedersoli, wird der Schauspieler weiterhin als eine prägende Figur der Filmgeschichte gewürdigt. Spencer, bekannt für seine Rollen als harter Kerl in Westernkomödien, hat in über 120 Filmen und Serienepisoden mitgewirkt und genießt bis heute große Beliebtheit.
Sein langjähriger Filmpartner Terence Hill erinnerte sich bei Spencers Trauerfeier daran, dass Pedersoli hinter der Kamera eine sanfte Persönlichkeit war. Hill betonte, dass die beiden nie gestritten hätten und Pedersoli stets stolz auf ihre Zusammenarbeit war.
Carlo Pedersoli wurde am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren. Während des Zweiten Weltkriegs zog die Familie nach Rom und später nach Südamerika, wo Pedersoli verschiedene Berufe ausübte, darunter Fließbandarbeiter und Bibliothekar. Zudem studierte er Jura in Italien. Parallel zu seiner beruflichen Laufbahn wurde er in den 1950er Jahren ein erfolgreicher Schwimmer und nahm an den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teil.
Sein erster Auftritt im Film war 1951 in “Quo Vadis”. Der Durchbruch als Schauspieler gelang ihm jedoch erst Ende der 1950er Jahre, als er in “Hannibal” auf Terence Hill traf. 1967 nahm er den Künstlernamen Bud Spencer an, inspiriert von seinem Lieblingsbier und dem Schauspieler Spencer Tracy.
Die Zusammenarbeit mit Hill führte zu einem Siegeszug im Genre der Hau-Drauf-Komödien. Filme wie “Vier Fäuste für ein Halleluja” und “Zwei wie Pech und Schwefel” wurden zu Kassenschlagern. Insgesamt drehten Spencer und Hill 18 Filme zusammen, die in Deutschland besonders populär waren. Die Mischung aus Action und Slapstick traf den Nerv des Publikums der 60er und 70er Jahre.
Die Synchronfassungen der Filme, insbesondere die von Rainer Brandt gestalteten Dialoge, trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Der spezielle Humor, bekannt als “Schnodderdeutsch”, wurde von den Zuschauern geschätzt und ist bis heute in der deutschen Popkultur verankert.
Bud Spencer verstarb am 27. Juni 2016 und wurde in Rom beigesetzt. Sein Grab befindet sich in der Kapelle der Familie seiner Frau Maria Amato. Anlässlich seines zehnten Todestages findet in Rom ein dreitägiges Festival zu seinen Ehren statt, das zeigt, dass sein Erbe auch heute noch lebendig ist.
