Bevölkerungsschutz: Wie Schweden für den Ernstfall vorsorgt
Schweden bereitet seine Bevölkerung mit Broschüren, Übungen und dem Konzept der Gesamtverteidigung auf mögliche Krisen vor. Bei einer Übung in Grums verbrachten rund 40 Menschen, darunter auch Rollstuhlfahrer Lars Göran Wadén, eine Nacht in einem Bunker ohne fließendes Wasser und Strom.
Die Behörden verweisen auf Kriege, Extremwetter und Terror als Gefahren. In einer an alle Haushalte verschickten Broschüre wird erklärt, wie man sich bei Luftangriffen schützt und welche Vorräte nötig sind, um im Ernstfall sieben Tage ohne Hilfe der Behörden auszukommen. Die schwedische Behörde für Zivilverteidigung betont, es gehe darum, die Fähigkeiten der gesamten Gesellschaft zu mobilisieren.
Nach Einschätzung des Forschers Alexander Cedergren gibt es in Schweden bereits ein Krisenbewusstsein, zugleich seien nicht alle Menschen gleich gut auf den Ernstfall vorbereitet. Diskutiert wird auch über den Bau neuer Schutzräume.
