Berliner Prinzipien für den Sudan
Nach der Sudan Konferenz am 15. April 2026 in Berlin haben die dort versammelten Außenministerinnen und Außenminister sowie Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Staaten und internationaler Organisationen gemeinsame Grundsätze für eine friedliche und dauerhafte Lösung des Konflikts bekräftigt. Dazu zählen die Wahrung der Souveränität, Einheit und territorialen Unversehrtheit Sudans sowie der Erhalt staatlicher Institutionen und ein von der Zivilbevölkerung geführter Übergang.
Die Teilnehmer betonen, dass es keine militärische Lösung gebe, und fordern eine humanitäre Waffenruhe, einen anschließenden Waffenstillstand sowie einen inklusiven und transparenten politischen Prozess. Sie sprechen sich zudem für die vollständige Umsetzung von Deeskalationsmaßnahmen, die Beendigung jeder Unterstützung des Konflikts von außen und den schnellen, sicheren und ungehinderten humanitären Zugang aus.
Weitere Punkte betreffen den Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Infrastruktur, die Unterstützung der aufnehmenden Nachbarländer, zusätzliche humanitäre Mittel, die strafrechtliche Verfolgung von Kriegsverbrechen und den Wiederaufbau in sudanesischer Eigenverantwortung. Auch die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an allen Politik und Friedensprozessen wird hervorgehoben.
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