Aus der Zelle ans Mittelmeer: Italien bildet Häftlinge zu Strandwächtern aus
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Aus der Zelle ans Mittelmeer: Italien bildet Häftlinge zu Strandwächtern aus

In der süditalienischen Region Apulien werden in diesem Sommer erstmals Häftlinge als Strandwärter eingesetzt. Das Projekt soll helfen, den Mangel an Bademeistern und Rettungsschwimmern an Italiens Stränden zu lindern. Insgesamt sind ein Dutzend Gefängnisinsassen nach einem Auswahlverfahren und einem dreimonatigen Kurs im Einsatz.

Die Männer fahren morgens aus der Haftanstalt in Lecce zu verschiedenen Stränden und kehren nach der Arbeit zurück in ihre Zellen. Sie lernten Badeordnungen, Sicherheitsvorschriften und Erste Hilfe, darunter den Umgang mit einem Defibrillator. Der Tageslohn beträgt 50 Euro.

Das Vorhaben trägt den Titel Io salvo und gilt auch als Maßnahme zur Resozialisierung. Nach Angaben des Strandbäderverbandes und der Behörden verlief der Start bislang ohne Probleme. In Apulien sind zudem bereits zwei Häftlinge an einem Swimmingpool in einer Ferienanlage als Bademeister tätig.

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