Angriff auf Iran, dann Neuwahl: Netanjahus Überlegung, jetzt wird nochmal hart zugeschlagen
Nach der israelischen Parlamentswahl ist weiter offen, wer künftig regieren wird. Weder das Regierungslager noch die Opposition verfügt bislang über eine Mehrheit. Nach Einschätzung des Nahost Experten Simon Wolfgang Fuchs sprechen die Oppositionsparteien zwar miteinander, eine stabile Lösung ist aber noch nicht in Sicht.
Fuchs hält auch eine Einheitsregierung für möglich, etwa mit Netanjahus Likud und der Partei von Gadi Eisenkot. Das Misstrauen gegenüber Netanjahu sei jedoch groß. Zugleich sieht er die Möglichkeit, dass Netanjahu auf Neuwahlen setzt, falls keine Regierung zustande kommt. Dabei spiele auch die außenpolitische Lage eine Rolle.
Fuchs sagt, für einen weiteren großen Militärschlag gegen Iran sei aus seiner Sicht alles vorbereitet. Netanjahu könne hoffen, sich mit einem solchen Schritt als Sicherheitsgarant zu präsentieren und daraus politisches Kapital für eine Neuwahl zu schlagen. Ob das Erfolg hätte, hält der Experte jedoch für fraglich.
