Deutschlands riskanter Balanceakt in China
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Deutschlands riskanter Balanceakt in China

China nutzt seine Kontrolle über wichtige Rohstoffe weiter gezielt aus. Im April gingen aus der Volksrepublik nur ein Kilogramm Germanium nach Deutschland und drei Kilogramm Gallium nach Malaysia. Andere Länder erhielten nach chinesischen Zolldaten nichts. Beide Metalle sind für zentrale Technologien wichtig, etwa für Glasfaserkabel, Nachtsichtgeräte, 5G Internet und Schnellladegeräte.

Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit deutscher Unternehmen von China. BASF hat in Zhanjiang ein neues Werk für fast neun Milliarden Euro eröffnet und produziert dort Basis und Spezialchemikalien für die chinesische Industrie. Nach Einschätzung von Branchenvertretern und China Experten haben deutsche Firmen damit lange vom Marktzugang in China profitiert, zugleich aber Wissen weitergegeben. Heute sei China in vielen Bereichen selbst zum starken Wettbewerber geworden.

Auch innerhalb der EU gibt es nach wie vor keine einheitliche Linie gegenüber China. Deutschland bremst ein härteres Vorgehen aus Sorge vor möglichen Strafmaßnahmen gegen eigene Unternehmen. In einer aktuellen Studie warnen Ökonomen zudem vor einem neuen China Schock und vor den Kosten deutscher Selbstzufriedenheit.

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