Vom Straßenrand in den Napf: Reutlinger Tierheim verfüttert Unfallwild an Hunde
Das Reutlinger Tierheim verfüttert verendete Rehe aus Verkehrsunfällen an seine Hunde. Gemeinsam mit der Kreisjägervereinigung hat die Einrichtung eine Kooperation gestartet, die aus Sicht der Beteiligten nachhaltig ist und bundesweit Vorbildcharakter haben könnte.
Nur Rehe kommen dafür infrage. Wildschweine, Füchse, Marder oder Waschbären sind wegen möglicher Krankheiten und Parasiten ausgeschlossen. Die Tiere dürfen keine Anzeichen von Seuchen zeigen und nicht zu lange am Straßenrand gelegen haben. Jägerinnen und Jäger sollen innere Organe zunächst nicht entfernen, das geschieht erst im Tierheim.
Das Tierheim nutzt das Fleisch nach eigenen Angaben auch, um steigende Futterkosten zu dämpfen. Zudem könnten Hunde mit Futtermittelallergien davon profitieren. Eine vollständige Umstellung auf Wildfleisch ist aber nicht geplant.
