Bundesweite Razzia gegen digitale Hater Community
Die Polizei ist bundesweit gegen 15 mutmaßliche Mitglieder einer digital organisierten Hetzgemeinschaft vorgegangen. In sieben Bundesländern wurden Wohnungen durchsucht, darunter in Baden Württemberg, Bayern, Rheinland Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Mecklenburg Vorpommern. Dabei stellten die Ermittler unter anderem eine größere Cannabis Indoor Plantage und umfangreiche Datenträger sicher.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, über Jahre eine Hetzkampagne gegen einen 44 Jahre alten Mann aus Karlsruhe geführt zu haben. Dem Mann sollen Straftaten in seinem Namen angelastet worden sein. Außerdem sollen die Beschuldigten sein Wohnhaus und Gräber von Familienangehörigen beschädigt haben. Zu den Vorwürfen zählen Nötigung, Bedrohung, Diebstahl, Sachbeschädigung und üble Nachrede.
Die Ermittlungen liefen seit Januar 2024. Nach Angaben der Behörden hatten sich Internetnutzer in einer losen Hater Community zusammengeschlossen und Aktionen gegen den Mann abgestimmt und vorbereitet. Manche der Beteiligten sollen sich Freikreuzzug nennen.
