Israel will das Westjordanland am Wahltag abriegeln
Vor der Parlamentswahl in Israel verschärft die Armee ihr Vorgehen im besetzten Westjordanland. Nach Angaben des Militärs sollen alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden. Palästinensische Arbeiter dürfen bereits heute und am Montag nicht mehr in israelische Siedlungen im Westjordanland und im Jordantal einreisen, ausgenommen sind Industriezonen und eine begrenzte Zahl genehmigter Bereiche.
Hintergrund sind die anhaltenden Militäreinsätze nach einem tödlichen Angriff bewaffneter Palästinenser nahe Hebron am Freitag. Dabei wurden nach Armeeangaben zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Israels Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte, dass rund 2.000 Palästinenser aus ihren Häusern in Hebron vertrieben wurden. Die Armee meldete zudem rund 40 Festnahmen, darunter Mitglieder von Hamas und Islamischem Dschihad. Die politische Führung billigte nach Angaben des Militärs ein Einreiseverbot für palästinensische Arbeiter in Siedlungen und Industriegebiete.
