Proteste in Europa auch mit Gewalt
In mehreren europäischen Ländern ist es erneut zu Protesten gekommen, teils mit gewaltsamen Ausschreitungen. Demonstriert wurde unter anderem gegen steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten und Korruption. Insgesamt melden die Behörden jedoch weniger Gewalt als am vergangenen Wochenende.
In Frankreich kam es bei den größten Demonstrationen erneut zu Ausschreitungen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden fast 1000 Menschen festgenommen. Sachbeschädigungen und Plünderungen habe es zwar gegeben, sie seien aber nicht mit denen der vergangenen Woche vergleichbar gewesen. Auch in Italien kam es in mehreren Städten zu Protesten, vor allem in Rom, Bologna und Turin zu Zusammenstößen mit der Polizei.
In Albanien lieferten sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in Tirana heftige Auseinandersetzungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas ein, 13 Menschen wurden verletzt. In Portugal räumte die Polizei ein Protestcamp gegen Wohnungsnot in Lissabon. Auch in Barcelona kam es zu Protesten, bei denen Jugendliche Geschäfte plünderten und Müllcontainer anzündeten.
