Polen: Historische NS Dokumente an Gedenkstätten übergeben
Polen hat 289 historische Dokumente und Gegenstände mit Bezug zu Opfern des Nationalsozialismus an Gedenkstätten, Museen und Archive übergeben. Die Übergabe fand in Warschau statt und betraf 18 Institutionen in Polen, Tschechien, Litauen, Dänemark, den Niederlanden und Ungarn.
Die Unterlagen waren ursprünglich für eine Auktion im nordrhein westfälischen Neuss vorgesehen, die nach internationaler Kritik abgesagt wurde. In Polen und Deutschland hatte der geplante Verkauf für Empörung gesorgt. Das Auktionshaus zog sich zurück, nachdem unter anderem das Internationale Auschwitz Komitee und das Fritz Bauer Institut protestiert hatten. Polens Außenminister Radoslaw Sikorski und der deutsche Außenminister Johann Wadephul hatten ebenfalls Kritik geäußert.
Polens Kulturministerin Marta Cienkowska sprach bei der Übergabe von einem Ereignis von historischer Tragweite. Sie sagte, die Dokumente gehörten in die Hände von Museen, Archiven und Gedenkstätten, wo sie geschützt und untersucht werden könnten. Auch Nordrhein Westfalens Europaminister Nathanael Liminski betonte die historische Verantwortung und sprach sich weiter für ein Verbot des kommerziellen Handels mit NS Dokumenten aus.
