Polen: Historische NS Dokumente an Gedenkstätten übergeben
Polens Kulturministerin Marta Cienkowska hat in Warschau 289 Dokumente und Gegenstände mit Bezug zu Opfern des Nationalsozialismus an Museen, Archive und Gedenkstätten übergeben. Die Stücke waren zuvor von einem Auktionshaus im nordrhein westfälischen Neuss zum Verkauf angeboten worden. Die geplante Versteigerung von mehr als 600 historischen Dokumenten und Objekten hatte in Polen und Deutschland heftige Kritik ausgelöst und wurde schließlich abgesagt.
Unter den nun übergebenen Materialien sind persönliche Erinnerungsstücke, Briefe aus Konzentrationslagern und Gestapo Karteikarten. Die Dokumente gingen an 18 Institutionen in Polen, Tschechien, Litauen, Dänemark, den Niederlanden und Ungarn. Cienkowska sagte, die Unterlagen würden dort geschützt, untersucht und künftigen Generationen zur Verfügung gestellt. Unterstützung kam auch von Nordrhein Westfalens Europaminister Nathanael Liminski, der den kommerziellen Handel mit NS Dokumenten scharf kritisierte.
