Notfallmedizin unter Druck: Bundestag stimmt über Reform ab
Der Bundestag will heute eine Reform der Notfallversorgung verabschieden. Ziel ist es, Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten und Patienten stärker zu steuern. Nach Plänen der Bundesregierung sollen rund 750 integrierte Notfallzentren an Krankenhäusern entstehen. Dort soll an einem zentralen Tresen entschieden werden, ob ein Fall in die Notaufnahme gehört oder in einer Notdienstpraxis behandelt werden kann.
Auch am Telefon soll künftig nach einheitlichen Kriterien entschieden werden, ob die 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 die richtige Anlaufstelle ist. Bei echten Notfällen soll weiter der Rettungswagen kommen. In anderen Fällen sind auch Versorgung in einer Notdienstpraxis oder per Videosprechstunde vorgesehen.
Große Hilfs und Rettungsorganisationen warnen vor finanziellen Problemen und verlangen Nachbesserungen. Der Grünen Politiker Janosch Dahmen begrüßt viele Punkte der Reform, kritisiert aber, dass die Einsparmöglichkeiten aus seiner Sicht nicht ausgeschöpft werden.
