Wie kann der Südsudan einen neuen Bürgerkrieg vermeiden?
Im Südsudan verschärfen sich die Machtkämpfe zwischen Präsident Salva Kiir und seinem politischen Rivalen Riek Machar. Machar steht wegen Hochverrats und weiterer Vorwürfe in Juba vor Gericht, während Militärchef Johnson Olony die Truppen Berichten zufolge zu einem harten Vorgehen gegen oppositionelle Kräfte aufgefordert haben soll. UNMISS und Menschenrechtsorganisationen haben diese Äußerungen als mögliche Aufforderung zu Kriegsverbrechen verurteilt.
Die Spannungen konzentrieren sich auf den Bundesstaat Jonglei, wo erneut Kämpfe zwischen oppositionellen Milizen und Regierungstruppen ausgebrochen sind. Nach UN Angaben wurden 180000 Menschen vertrieben. Experten warnen vor einer weiteren Eskalation und verweisen auf die schwere humanitäre Lage, in der mehr als drei Viertel der Bevölkerung betroffen sind.
Beobachter sehen die 2020 gebildete Einheitsregierung blockiert und erwarten keine schnellen Fortschritte hin zu freien Wahlen. Zugleich wächst die Sorge, dass der Konflikt auch die Region weiter destabilisieren könnte.
