Ungarn ändert umstrittenes Gesetz gegen LGBTQ Menschen
Das ungarische Parlament hat mit den Stimmen der Regierungsmehrheit Bestimmungen zu Homosexualität und Geschlechtsanpassungen im Kinderschutzgesetz außer Kraft gesetzt. Für die Novelle stimmten 139 Abgeordnete, 51 votierten dagegen. Das 2021 beschlossene Anti LGBTQ Gesetz hatte in Ungarn zu Kritik und Protesten geführt.
Die Regelung sollte Kinder und Jugendliche von Informationen über Homosexualität, Transsexualität und Geschlechtsanpassungen fernhalten. Kinderbücher mit solchen Themen mussten in Buchläden in schwarzer Folie eingeschweißt ausliegen. Kritiker warfen dem Gesetz vor, Homosexualität mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder gleichzusetzen.
Mit dem Gesetz waren in Ungarn jahrelang die Rechte von LGBTQ Menschen eingeschränkt worden. So war etwa auch die Darstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Fernsehen verboten. Die Regierung nutzte die Vorgaben zudem, um Pride Paraden zu untersagen. Die neue Novelle soll den Kinderschutz insgesamt stärken.
