Winter des Horrors erwartet: In Kiew lautet die Frage der Stunde: Gehen oder bleiben?
Vor dem Winter verschärft Russland seine Angriffe auf Kiew. In der ukrainischen Hauptstadt fallen immer wieder Strom und Heizung aus, zuletzt kam es an einem Donnerstag in weiten Teilen der Stadt zu einem großflächigen Stromausfall. Viele Einwohnerinnen und Einwohner bereiten sich deshalb auf weitere Einschränkungen vor oder erwägen, die Stadt für die kalte Jahreszeit zu verlassen.
Besonders groß ist die Sorge vor einem erneuten harten Winter wie im vergangenen Jahr. Damals sanken die Temperaturen teils auf minus zwanzig Grad, während Angriffe auf die Energieversorgung zu Ausfällen führten. Eine Umfrage des Forschungsinstituts Gradus ergab Mitte September, dass rund 40 Prozent der Ukrainerinnen und Ukrainer eine Umsiedlung in Betracht ziehen, falls sich die Lage deutlich verschlechtert.
Gleichzeitig gibt es auch viele, die bleiben wollen. Sie sichern Wohnungen gegen Stromausfälle ab, legen Vorräte an und versuchen, sich auf einen Winter mit wiederkehrenden Alarmen, Drohnenangriffen und Einschränkungen einzustellen.
