Festnahmen bei LGBTQ Protest in Istanbul
Bei einer LGBTQ Kundgebung vor einem Gerichtsgebäude in Istanbul hat die Polizei zahlreiche Menschen festgenommen, darunter auch Journalisten und Anwälte. Aktivistinnen und Aktivisten hatten dort gegen Razzien und Festnahmen bei queeren Vereinen und LGBTQ Bars protestiert. Die Polizei erklärte die Versammlung für illegal.
In einer verlesenen Erklärung betonten die Teilnehmenden, dass lesbische, schwule und transsexuelle Identitäten in der Türkei nicht verboten seien. Sie forderten die Freilassung der Festgenommenen sowie ein Ende des staatlichen Vorgehens gegen LGBTQ Personen und ihre Organisationen. Nach Angaben der oppositionellen Zeitung Cumhuriyet war den Protestierenden vor Ort mitgeteilt worden, dass die Kundgebung untersagt sei.
Unter den Festgenommenen sollen sich laut Birgün eine Rechtsanwältin vom Zentrum für Frauenrechte der Anwaltskammer Istanbul und mindestens zwei Journalisten befinden. Homosexualität ist in der Türkei nicht verboten. Human Rights Watch warf der türkischen Regierung vor, LGBTQ Personen ohne neue Gesetze zu kriminalisieren.
