|

Abkommen mit Israel stößt im Libanon auf Skepsis

Im Libanon stößt das Ende vergangene Woche geschlossene Abkommen zwischen Israel und dem Libanon auf große Skepsis. Viele zweifeln daran, dass die Vereinbarung die Kämpfe beenden oder den Weg zu dauerhaftem Frieden ebnen kann. US Außenminister Marco Rubio hatte das Abkommen als Anfang eines Anfangs bezeichnet.

Die Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah hat im Libanon mehr als eine Million Menschen vertrieben. Nach libanesischen Angaben wurden seit Beginn der jüngsten Gewalt mehr als 4000 Menschen getötet und über 12000 verletzt. Auf israelischer Seite kamen nach bisherigen Schätzungen mindestens 34 Soldaten ums Leben.

Das Rahmenabkommen sieht vor, dass der libanesische Staat die Hisbollah entwaffnet, bevor sich israelische Truppen aus dem Libanon zurückziehen. Hisbollah Anhänger protestierten in Beirut gegen die Vereinbarung, und auch Parteichef Naim Kassem sprach von einer Kapitulation. Kritiker bemängeln vor allem, dass das Abkommen dem Libanon keine klare Perspektive gebe und die Umsetzung von unterschiedlichen Deutungen der Beteiligten abhänge.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert