17 Jährige war in Psychiatrie: Adoptivtochter der Herdecker Bürgermeisterin nach Angriff angeklagt
Rund acht Monate nach der lebensbedrohlichen Messerattacke auf die Herdecker Bürgermeisterin Iris Stalzer ist ihre Adoptivtochter wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden. Das bestätigten der ermittelnde Oberstaatsanwalt Bernd Haldorn und der Anwalt der 17 Jährigen der Deutschen Presse Agentur.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Jugendliche ihre Mutter am 7. Oktober 2025 im Haus der Familie mit mehreren Messerstichen und einem Schlag gegen den Kopf verletzt haben. Stalzer erlitt einen Nasenbeinbruch. Das Amtsgericht Hagen prüft nun die Zulassung der Anklage. Wegen des Alters der Beschuldigten soll ein möglicher Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Die 58 Jährige hatte sich nach der Tat schnell erholt und war Anfang November 2025 als Bürgermeisterin vereidigt worden. Zu den Vorwürfen hat die Angeklagte bisher keine Angaben gemacht. Ihr Verteidiger zweifelt an ihrer Schuldfähigkeit und sagte, sie sei nach der Tat kurzzeitig in einer Psychiatrie untergebracht gewesen und später als schuldfähig eingestuft worden.
