140 Menschen an Land gebracht: Polizei schützt Flüchtlinge in Portsmouth vor Protesten
In der südenglischen Hafenstadt Portsmouth ist es nach der Ankunft von rund 140 aus dem Ärmelkanal geretteten Flüchtlingen zu Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Hunderte Menschen, teils maskiert, blockierten nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA stundenlang die Zufahrtswege zum Hafen.
Beamte in Schutzausrüstung drängten die Menge zurück und schützten mehrere Reisebusse, mit denen die Migranten weitergebracht werden sollten. Dabei kam es zu Gerangel, mehrere Polizisten wurden verletzt. Auch Behördenfahrzeuge sollen beschädigt worden sein. Festnahmen gab es zunächst nicht, die Polizei leitete aber Ermittlungen ein.
Ein Regierungssprecher bezeichnete das Verhalten der Migrationsgegner als bedrohlich und aggressiv. Auch im Fährhafen von Dover hatten sich zuvor größere Gruppen von Demonstranten versammelt und über Stunden den Verkehr blockiert.
