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Sachsen-Anhalt: Wirtschaftsvertreter äußern sich besorgt

Wirtschaftsvertreter sehen nach dem Sieg der AfD bei der Wahl in Sachsen Anhalt Risiken für Unternehmen und Arbeitsmarkt. Der Commerzbank Ökonom Ralph Solveen erwartet zwar keine unmittelbaren Folgen, geht aber davon aus, dass sich wirtschaftliche Auswirkungen erst mittel bis langfristig zeigen könnten. Viele zentrale Entscheidungen würden ohnehin auf Bundesebene getroffen.

Besorgt äußern sich Experten vor allem über die angekündigte Migrationspolitik der AfD. Michael Berlemann vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut hält viele versprochene Maßnahmen auf Landesebene für nicht umsetzbar oder rechtlich angreifbar. Carsten Bzeski von ING und Wido Geis Thöne vom Institut der deutschen Wirtschaft warnen zugleich vor einer abschreckenden Wirkung auf ausländische Fachkräfte.

Auch Verbände und Ökonomen mahnen zur Offenheit. Bitkom Präsident Ralf Wintergerst betont die Bedeutung von Vielfalt und internationaler Zusammenarbeit, während DIW Präsident Marcel Fratzscher und BDI Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner die Bundesregierung zu Reformen und mehr wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit aufrufen.

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