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10 Jahre Integrationsgesetz: eine Bilanz

Zehn Jahre nach dem Integrationsgesetz fällt die Bilanz gemischt aus. Das 2016 beschlossene Gesetz sollte die damalige, von Spannungen geprägte Stimmung in Deutschland beruhigen und setzte auf das Leitmotiv Fördern und Fordern. Es sah unter anderem den Ausbau von Integrations und Sprachkursen, den schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt und die Ausbildungsduldung für Geflüchtete mit abgelehntem Asylantrag vor.

Kritik gibt es vor allem an der Wohnsitzauflage, die Menschen an bestimmte Regionen band. Nach Einschätzung von Fachleuten hat sie die Beschäftigungsquoten regional um fünf bis zehn Prozentpunkte gesenkt. Positiv bewertet wird dagegen die Ausbildungsduldung, von der Deutschland, Unternehmen und die Betroffenen profitiert hätten.

Insgesamt verläuft die Integration in Deutschland nach Einschätzung von Experten besser als oft angenommen. Zehn Jahre nach dem Zuzug liegen die Beschäftigungsquoten von Geflüchteten bei 65 bis 67 Prozent. Zugleich wird kritisiert, dass geplante Kürzungen bei den Integrationskursen die Arbeitsmarktintegration verzögern und am Ende teurer machen könnten.

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