USA: Trumps Wahlkampf zu den Midterms auf Kosten der Steuerzahler
US Präsident Donald Trump will eine Reihe von Werbespots, die seit September im Fernsehen laufen und seine Regierungsbilanz loben, nicht mehr mit Steuergeld finanzieren. Stattdessen sollen kommende Spots nach seinen Angaben mit Spenden seiner Unterstützer bezahlt werden.
Die Anzeigen hatten in den USA Kritik ausgelöst, weil sie mit dem Hinweis auf eine Finanzierung durch die US Regierung versehen waren und kurz vor den Midterms liefen. Gegner und Organisationen wie Public Citizen bemängelten, Wahlwerbung auf Kosten der Steuerzahler sei verboten. Auch Experten halten den Zeitpunkt für problematisch.
Parallel versucht Trump, die Republikaner im Wahlkampf zu stärken. Vor den Zwischenwahlen stehen die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat auf dem Spiel. In Umfragen liegen die Republikaner bei älteren Wählern nur knapp vor den Demokraten, bei unter 50 Jährigen deutlich zurück. Trumps Zustimmungswerte verharren bei 32 Prozent. Mehrere republikanische Kandidaten meiden gemeinsame Auftritte mit ihm. Trump kündigte zudem an, bei einem Sieg der Republikaner solle jeder Wahlberechtigte 5000 US Dollar erhalten.
