Zweiter Tag mit Ausschreitungen: Jugendliche verwüsten die Innenstadt von Mailand
In Mailand ist es erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Nach Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten zogen am zweiten Tag in Folge Gruppen durch das Zentrum der norditalienischen Metropole und griffen die Polizei an. Rund um den Domplatz warfen sie Flaschen auf Einsatzkräfte und Polizeiautos, plünderten Geschäfte, errichteten Barrikaden aus Mülleimern und E Scootern und setzten Fahrzeuge in Brand.
Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Gruppen auseinanderzutreiben. Bürgermeister Giuseppe Sala sprach von zerschlagenen Schaufenstern, geplünderten Läden und verängstigten Einwohnern. Mindestens 160 Menschen wurden festgenommen, davon 80 Prozent Minderjährige. Auch in Bologna und Turin kam es am Samstag zu Ausschreitungen.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief für Montag eine Sitzung mit den Sicherheitskräften ein. Sie erklärte, demonstrieren sei ein Recht, Städte zu verwüsten aber keines.
