Zuckersteuer: ja oder nein?
Immer mehr Ärzte und Verbände fordern in Deutschland eine Zuckersteuer auf stark gesüßte Getränke. Sie verweisen darauf, dass ein hoher Zuckerkonsum das Risiko für Typ 2 Diabetes, Herz Kreislauf Erkrankungen, Adipositas und weitere Folgeerkrankungen erhöht. In Deutschland liegt der Pro Kopf Verbrauch bei etwa 90 Gramm Zucker am Tag, empfohlen werden rund 50 Gramm.
Besonders im Fokus stehen Limonaden und andere Erfrischungsgetränke. Eine gestaffelte Abgabe nach Zuckergehalt soll Hersteller dazu bringen, den Zuckeranteil zu senken. Befürworter verweisen auf Großbritannien, wo eine solche Steuer 2018 eingeführt wurde. Dort ging der Zuckergehalt in Softdrinks deutlich zurück, auch der Zuckerkonsum bei Kindern und Erwachsenen sank.
Gegen die Steuer stellen sich Zuckerproduzenten und Verbände. Sie warnen vor Marktverzerrungen und verweisen auf die Bedeutung der Zuckerindustrie. Der Bundesrat befasste sich Ende März 2026 mit dem Vorstoß aus Schleswig Holstein, über den nun zunächst in den Ausschüssen beraten werden soll.
