Wirtschaftsministerin in China: Kooperation statt Konfrontation
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bei ihrem ersten Besuch in China auf Zusammenarbeit mit dem wichtigsten Handelspartner Deutschlands gesetzt und zugleich fairen Wettbewerb angemahnt. In Peking traf sie ihren Amtskollegen Wang Wentao und sprach mit ihm über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Reiche verwies auf ein Handelsvolumen von 250 Milliarden Euro und betonte die Bedeutung deutscher Unternehmen für Wachstum, Forschung und Innovation in China. Zugleich steht die deutsche Wirtschaft nach ihren Angaben zunehmend unter Druck durch chinesische Firmen. Unternehmen klagen über schwierigen Marktzugang und eingeschränkte Lieferungen von Rohstoffen wie Seltenen Erden.
Begleitet wird Reiche von 35 Vertretern der deutschen Wirtschaft. Auch auf europäischer Ebene wächst der Druck, auf Chinas Exportoffensive zu reagieren. Reiche wirbt in Brüssel für einen balancierten Ansatz mit Schutzinstrumenten und Offenheit für den Export.
