Windforschung: Die Schweißnaht, die jung bleibt
Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung haben gemeinsam mit dem Fraunhofer Werkstoffmechanikinstitut IWM ein Schweißverfahren entwickelt, das den Bau von Offshore Windenergieanlagen mit hochfestem Stahl erleichtern könnte. Nach Tests in einem staatlich geförderten Kooperationsprojekt erhöhte sich die Tragfähigkeit der Schweißverbindung unter Laborbedingungen um den Faktor zwei, ohne dass die Lebensdauer sank.
Als Grundlage dient ein Chrom Nickel legierter Schweißdraht. Er soll verhindern, dass Schweißnähte an ihren Endbereichen geschwächt werden. Nach Angaben der Forschenden entsteht bei dem neuen Verfahren nach dem Abkühlen eine Druckspannung statt einer Zugspannung. Das soll die Bildung von Rissen verringern.
Die BAM empfiehlt wegen der höheren Kosten des Werkstoffs ein Hybridschweißen. An Stellen ohne starke Biegespannungen kann konventionell geschweißt werden, an kerbempfindlichen Fügestellen wie Flanschen soll das neue Verfahren Vorteile bringen.
