Wie zwei Kriege und El Niño den Hunger weltweit beeinflussen
Das Wetterphänomen El Niño gewinnt im Pazifikraum weiter an Stärke und könnte in diesem Jahr historische Ausmaße erreichen. Nach Einschätzung der US Behörde NOAA liegt die Wahrscheinlichkeit für ein sehr starkes Ereignis bei 63 Prozent. Zusammen mit hohen Ölpreisen könnte das die Lebensmittelinflation deutlich steigen lassen.
Belastend wirken zugleich die Kriege in der Ukraine und in Nahost. Angriffe auf ukrainische Anbauflächen und Häfen, steigende Energie und Düngemittelpreise sowie gestörte Transportwege verschärfen die Lage auf den Weltmärkten. Die Weltbank warnt zudem, El Niño könne die Reisproduktion in betroffenen Regionen um 20 bis 50 Prozent verringern. Besonders gefährdet sind Südasien, die Sahelzone, das südliche Afrika, Südostasien und der zentralamerikanische Trockenkorridor.
Trotzdem liegen die Lebensmittelpreise noch immer unter dem Höchstwert von 2022. Weltweit bleibt Hunger vor allem in Konfliktregionen ein Problem. Von 266 Millionen Menschen, die akut von Hunger bedroht sind, lebt mehr als die Hälfte in solchen Gebieten.
