Apotheken sollen stärker zu medizinischen Dienstleistern werden
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Apotheken sollen stärker zu medizinischen Dienstleistern werden

Apotheken sollen nach dem neuen Gesetz stärker in die Patientenversorgung eingebunden werden und sich zu medizinischen Dienstleistern entwickeln. Das Anfang Juli in Kraft getretene Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung gibt ihnen dafür neue Aufgaben. Künftig sollen Apotheker mehr impfen, bestimmte Schnelltests durchführen und bei der Früherkennung von Diabetes und Herz Kreislauf Erkrankungen mitwirken. Unter strengen Bedingungen dürfen sie auch bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente für Chroniker ohne neues Rezept abgeben, wenn es zu einem Engpass kommt.

In der Vital Apotheke in Bad Saulgau wird dieser Wandel bereits sichtbar. Dort gibt es neben dem Verkaufsraum zwei Behandlungsräume, in denen unter anderem Vitamin D Werte gemessen werden. Apotheker Martin Buck und seine Frau Tatjana sehen darin eine wichtige Ergänzung zum klassischen Arzneimittelgeschäft. Sie verweisen darauf, dass Apotheken auch Menschen ohne Hausarzt erste Orientierung geben könnten.

Kritik kommt von der Bundesärztekammer, die ärztliche Tätigkeiten in Apotheken ablehnt. Gesundheitsökonom David Matusiewicz sieht die Entwicklung dagegen vor allem aus Patientensicht. Er hält zusätzliche Dienstleistungen und Vorsorgeangebote für ein großes Zukunftsfeld.

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