Wie tief steckt VW in der Krise?
Volkswagen steckt in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz auf 158 Milliarden Euro, der Gewinn ging um fast zwölf Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurück. Im zweiten Quartal lag der Überschuss mit 1,5 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,3 Milliarden Euro.
Als Belastungsfaktoren nennt Konzernchef Oliver Blume unter anderem US Zölle auf Autoimporte, den Absatzrückgang in China, geopolitische Konflikte, den verschärften Wettbewerb in Europa und strengere Regulierung. Fachleute verweisen zudem auf die komplexen Strukturen im Konzern und den schwierigen Umbau hin zur Elektromobilität.
Fest steht bereits der Abbau von rund 50.000 Stellen bis 2030. Zusätzlich könnten weltweit weitere 50.000 Jobs wegfallen. In Deutschland stehen auch Werksschließungen in Hannover, Emden, Zwickau und möglicherweise Neckarsulm im Raum. Gewerkschaft, Betriebsrat und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies lehnen Schließungen ab. Sie verweisen auf die Bedeutung der Standorte und kündigen Widerstand an.
