Wie schwer sich Künstliche Intelligenz noch mit Dialekten tut
Künstliche Intelligenz hat weiterhin Schwierigkeiten mit Dialekten. Wenn Dialektsprecher per Spracheingabe mit KI oder Navigationssystemen interagieren, kommt es häufig zu Missverständnissen. In Bayern soll ein Forschungsprojekt helfen, Spracherkennung besser an bairische Mundarten anzupassen.
Der Informatiker und Linguist Martin Bär sammelt dafür gemeinsam mit Beteiligten an zwei Orten in Bayern Sprechproben, darunter in Mittenwald. Auch Andreas Brandner macht mit und spricht dafür Beispielsätze in ein Mikrofon. Die Audiodateien werden zusammen mit einer hochdeutschen Übersetzung in die KI eingespeist.
Betreut wird das Projekt auch von der Ludwig Maximilians Universität München. Forschende sehen mögliche Anwendungen etwa im Kontakt mit Ärzten oder Pflegepersonal sowie bei Sprachsteuerungen wie Navigationsgeräten. Gründe für die Probleme sind vor allem hochdeutsche Trainingsdaten und die vielen regionalen Unterschiede bei Wortwahl, Satzbau und Aussprache.
