Wie Erdwärme die Wärmeversorgung verändern soll
In Potsdam wird derzeit mehr als einen Kilometer tief gebohrt, um künftig Tausende Haushalte mit Erdwärme zu versorgen. Am Heizkraftwerk Süd soll die Tiefengeothermie eine zentrale Rolle dabei spielen, die Fernwärme der Stadt bis 2035 komplett ohne fossile Energieträger zu erzeugen.
Für das Projekt sind rund 78 Millionen Euro eingeplant. Bis Ende des Jahres sollen weitere Erkenntnisse vorliegen, dann wird auch über mögliche zusätzliche Bohrungen entschieden. Brandenburg gilt wegen seiner geologischen Bedingungen als besonders geeignet für Tiefengeothermie. Dennoch bleibt ungewiss, wie viel warmes Wasser tatsächlich gefördert werden kann.
Auch in anderen Städten wächst das Interesse an Erdwärme. In Brandenburg und Berlin werden weitere Projekte geplant oder bereits umgesetzt. Fachleute verweisen auf die Chancen der Technik, nennen aber auch hohe Kosten und mögliche Risiken für Untergrund und Grundwasser.
