Wie die Rubelrally für Russland und Putin zum Problem wird
Der russische Rubel ist Ende Mai auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen. Gegenüber Dollar und Euro hat die Währung deutlich zugelegt, doch für Russland und Kremlchef Wladimir Putin wird das zunehmend zum Problem. Was auf den ersten Blick nach Stärke aussieht, belastet die Kriegswirtschaft und den Staatshaushalt.
Als Gründe für die Rubelaufwertung gelten vor allem ein verzerrter Außenhandel, schwache Binnennachfrage und eingeschränkte Kapitalabflüsse. Hinzu kommt, dass der Iran Krieg die Ölpreise steigen ließ. Die USA lockerten im März zudem ihre Sanktionen gegen Russland und verlängerten diese Ausnahmeregelung zuletzt Mitte Mai.
Die Ölexporte brachten Russland zuletzt deutlich mehr Geld ein. Im April stiegen die Einnahmen aus Rohöl laut Berechnungen des Centre for Research on Energy and Clean Air um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für Mai rechnen Experten mit weiter wachsenden Öl und Gaseinnahmen.
Für Exporteure verteuert der starke Rubel russische Waren auf dem Weltmarkt. Auch den Staatshaushalt belastet die Entwicklung, weil Russland viele Ausgaben in Rubel bezahlt, Einnahmen aber oft in Fremdwährungen erzielt.
