Wie Big Tech den Journalismus verändert
Große Technologiekonzerne beeinflussen seit rund zwei Jahrzehnten, wie Nachrichten entstehen, verbreitet und wahrgenommen werden. Ihr Einfluss reicht inzwischen auch in die Politik, etwa wenn Unternehmenschefs sich in Wahlkämpfe einmischen und Regierungen unter Druck geraten. In Bonn steht diese Entwicklung beim Global Media Forum der Deutschen Welle im Mittelpunkt, wo über die Beziehung zwischen Journalismus und den großen US Konzernen Alphabet, Apple, Meta, Amazon und Microsoft diskutiert wird.
Courtney C. Radsch vom Center for Media and Digital Governance warnte vor wachsender Abhängigkeit der Medien von Plattformen und sprach von einer gefährdeten Grundlage der Zusammenarbeit. Sie verwies darauf, dass journalistische Inhalte häufig ohne Vergütung für das Training von KI Systemen genutzt würden. Der Unternehmer Cyriac Roeding forderte dagegen neue Geschäftsmodelle und mehr Eigenverantwortung der Medien. Marcela Duarte von Aos Fatos betonte, Bezahlmodelle seien in Ländern wie Brasilien oft unrealistisch. Eckart von Hirschhausen warnte vor tödlichen Folgen von Desinformation und verlangte mehr Verantwortung der Plattformen.
