Vor Scham im Boden versinken: Scharfe Kritik an Audi Chef wegen Wahlkampfauftritts mit Trump
Die Auftritte von Audi Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US Präsident Donald Trump in Georgia haben deutliche Kritik ausgelöst. Volkswagen Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo warf Döllner vor, sich nach Trumps Rede mit dessen politischen Positionen gemein gemacht zu haben. Auch den VW Konzernvorstand um Chef Oliver Blume kritisierte sie scharf und sprach von einem Verstoß gegen interne Leitlinien zur politischen Neutralität.
Trump hatte dort den Bau eines Audi Werks in Perry angekündigt. Döllner bedankte sich anschließend auf der Bühne für die Unterstützung. Audi plant in Georgia ein Werk mit einer Jahresproduktion von 200000 SUV, Investitionen von vier Milliarden Dollar und 4500 Arbeitsplätzen. Als Baubeginn nennt das Unternehmen 2027, der Start der Produktion soll Anfang der 2030er Jahre erfolgen.
Kritik kam auch aus der Politik und von IG Metall Chefin Christiane Benner. Sie bezeichnete den Auftritt als politisch inakzeptabel und peinlich. Cavallo machte zudem deutlich, dass eine Zustimmung zu einem neuen Werk von den Auswirkungen auf die übrigen Standorte abhänge.
