Vor der Landtagswahl: Sachsen Anhalt und die Tücken der Umfragen
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen deutlich vorn. Je nach Institut wird sie derzeit bei 40 bis 43 Prozent gesehen und damit klar vor der CDU. Sollte die AfD noch etwas zulegen, könnte sie erstmals die absolute Mehrheit der Mandate erreichen. In elf Umfragen seit Jahresbeginn wurde eine solche Mehrheit allerdings in keiner einzigen ausgewiesen.
Ein Blick auf die Wahl von 2021 zeigt, wie stark Umfragen vom tatsächlichen Ergebnis abweichen können. Damals sahen einige Institute CDU und AfD kurz vor der Wahl nahezu gleichauf, am Ende kam die CDU aber auf 37,1 Prozent, die AfD nur auf 20,8 Prozent. Solche Unterschiede sind laut Fachleuten möglich, weil Umfragen nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung messen und eine statistische Schwankungsbreite haben.
Hinzu kommt die hohe Zahl unentschlossener Wählerinnen und Wähler sowie die besondere Lage in Sachsen-Anhalt. Das Land gilt als schwieriger Fall für die Wahlforschung, unter anderem wegen geringer Parteibindung, niedriger Wahlbeteiligung und starker Veränderungen zwischen Umfragen und Ergebnis.
