Viele Wetterschäden: Deutschland hinkt beim hitzefesten Straßenbau hinterher
Deutschland ist beim hitzefesten Straßenbau nach Einschätzung von Fachleuten weiter gefordert. Bei hohen Temperaturen kommt es immer wieder zu Schäden auf Autobahnen und Straßen, darunter Blow ups, Spurrinnen und aufgequollene Fugenmasse. In der Folge mussten bereits mehrere Autobahnen gesperrt werden, in zwei Städten stand auch der Straßenbahnverkehr still.
Nach Angaben aus der Bitumenforschung müssen Straßenbeläge im Winter mit minus 20 Grad und im Sommer mit plus 60 Grad klarkommen. Besonders Asphalt gerät bei großer Hitze an seine Grenzen, weil das Bindemittel Bitumen weicher wird. Auf Autobahnen werden deshalb oft Betonplatten verwendet, doch auch sie können sich bei Hitze ausdehnen und aufbrechen.
Als mögliche Lösungen gelten Raumfugen in Betonfahrbahnen sowie neue Bauweisen mit Stahlgeflecht. Beim Asphalt wird bereits mit Polymeren gearbeitet, um die Hitzebeständigkeit zu erhöhen. Forschende testen zudem Lignin und Tallöl als alternative Rohstoffe. Eine schnelle und zugleich nachhaltige Lösung gibt es bislang nicht.
