Verzehnfachung der Strompreise wegen der Hitze
Mit der anhaltenden Hitze steigen an der Strombörse die Preise deutlich. Vor allem für Unternehmen mit hohem Verbrauch in den Abendstunden wird das zu einem Kostenrisiko. Am europäischen Day Ahead Markt werden Strommengen für den Folgetag gehandelt, der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage für jede Stunde.
Besonders teuer wird Strom nach Sonnenuntergang, wenn die günstige Solarstromerzeugung wegfällt und teurere Kraftwerke einspringen müssen. Gegen 20.45 Uhr kostete eine Kilowattstunde an der Börse in den vergangenen Tagen zeitweise mehr als 70 Cent. Zugleich bleibt die Nachfrage hoch, weil Gebäude, Rechenzentren und Produktionsanlagen weiter gekühlt werden müssen.
Zusätzlichen Druck bringen wetterbedingte Einschränkungen bei der Stromerzeugung. Wenig Wind sowie hohe Flusstemperaturen oder fehlendes Kühlwasser für Kraftwerke verschärfen die Lage. Besonders betroffen sind Unternehmen mit dynamischen Stromtarifen, die ihren Verbrauch kaum verlagern können. Experten raten deshalb, den Strombedarf stärker an günstige Stunden anzupassen und wenn möglich in die Mittagszeit zu verlegen.
