Verfassungsschutz: Zahl extremistischer Personen so hoch wie nie
Der Verfassungsschutz sieht den Rechtsextremismus weiter als größte Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung. Im Jahresbericht 2025 stuft Innenminister Alexander Dobrindt das extremistische Personenpotenzial insgesamt als so hoch wie nie ein. Neue Beobachtungsobjekte kamen nicht hinzu, der österreichische Sender AUF1 wird seit Februar 2026 aber als gesichert rechtsextremistische Bestrebung bearbeitet.
Das rechtsextremistische Personenpotenzial stieg auf 58.700 Personen, darunter 15.600 gewaltorientierte Personen. Auch die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten legte um 8,9 Prozent zu. Bei der AfD rechnet der Verfassungsschutz den größten Teil der Rechtsextremisten zu. Die Partei hatte 2025 nach Angaben des Berichts 70.000 Mitglieder und werde weiter als Verdachtsfall geführt.
Auch links extremistisches Potenzial und gewaltorientierte Gruppen wachsen. Zudem warnt der Verfassungsschutz vor jungen Radikalisierten, vor anhaltend hohen Gefahren durch Spionage, Sabotage und Cyberangriffe aus Russland sowie vor einem weiter hohen Risiko durch islamistischen Terrorismus.
